GESCHICHTE

9. Mai 1901 Gründung
durch Karl Engelstädter. Am Beginn unserer Geschichte befand sich unser Firmensitz im Obergeschoß des Werkstattgebäudes Schützenhofstraße 5.

Karl Engelstädter, 1901

1911 Wechsel des Firmensitzes
durch den Kauf des Grundstückes Wilder Mann Straße 57, bis heute sind wir dort ansäßig.

 

1923

Anschaffung der ersten „großen" Maschinen im Zuge von wirtschaftlichen und strukturellen Besserungen in Deutschland. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Rohmaterialien teilweise per Handwagen zur Bearbeitung in andere Betriebe gebracht.

 

1915
Max Engelstädter beginnt seine Lehre zum Tischler.

 

1923 Kauf einiger wichtiger Maschinen.
Ursprünglich lag noch kein Drehstrom an. Die Motoren durften nicht mit Last anlaufen, weshalb bei jeder Maschine die umständliche Transmission mit Leerlaufscheibe und Ledertreibriemen nötig war. Nach Kauf der neuen Maschinen blühte der Betrieb auf, hauptsächlich durch Bautischlerarbeiten, wozu uns nun das nötige Potential zur Verfügung stand. An das ursprüngliche Gebäude bauten wir an, um Platz für eine Glaserei, einen Garderobenraum und ein Büro zu schaffen.

 

1930-1933 Bau zahlreicher Neubaublocks
durch die "Wohnungsbaugenossenschaft des Dresdner Handwerkes", an deren Projekten wir Teil hatten, unter anderem in Dresden Mickten und Naußlitz.

 

1936 Kauf des ersten gebrauchten Autos
samt Anhänger, welches uns betreffend unserer Mobilität weit voranbrachte.

Im Krieg wurde Junior Max Engelstädter wie die meisten Mitarbeiter einberufen. Erst Jahre nach Friedensschluss war die Belegschaft wieder auf dem Stand wie vor dem Krieg. Manch Mitarbeiter kam erst 1949 aus der Gefangenschaft zurück. Durch die Nachwirkungen des Krieges kam ein Mangel an Arbeit zwar nicht auf, jedoch war es schwer das benötigte Baumaterial zu beschaffen. 1950 mußte Bandschleifen-Papier durch illegalen Geldumtausch aus Westberlin bezogen werden.

 

1948/49
konnten ein PKW und ein Leichtmotorrad als erste Fahrzeuge nach dem Krieg zugelassen werden.

 

1953 Überwechselung von Joachim Engelstädter
aus seinem Lehrbetrieb als Geselle in den väterlichen Betrieb. Es erfolgte erneut eine Aufstockung des Werkstattgebäudes. Fortan beschäftigte sich der Betrieb hauptsächlich mit dem gehobenen Innenausbau.

 

Einige Beispiele:
1953 3 Läden in Berlin Stalinallee

Ladeneinrichtung Berlin, Juni 1953

1955/56 der erste größere Bauabschnitt der Gemäldegalerie,

1957 das Gesellschaftszimmer im Haus Altmarkt, anschließend die Betriebsgaststätte des Haus Altmarkt sowie das Orgelprospekt der Apostelkirche, anschließend mehrere Orgelprospekte als Zulieferung für die Firma Jehmlich, meist für nordeuropäische Kunden.

1960 lag der zweite Bauabschnitt der Gemäldegalerie an.

1965/66 wurde der gesamte Innenausbau einschließlich der Türen der Kirche im Diakonissenkrankenhaus in Nußbaum ausgeführt und 1972 das Orgelprospekt, ebenfalls in Nußbaum

1969 Orgelgehäuse und -prospekt Silbermannorgel Hofkirche Dresden

Orgelprospekt Hofkirche Dresden, 1969

Durch die Handwerkern abgeneigte Staatspolitik, das benachteiligende Tarifwesen und Abwerbung durch VE-Betriebe reduzierte sich die Belegschaft seit etwa 1956 immer weiter, dies führte dazu, daß nach dem Ausscheiden der Angestellten Franke (altersbedingt) und Waicseck (Weggang nach seiner Meisterprüfung), Joachim Engelstädter für ca. 11/2 Jahre Alleinmeister war. Eine allmähliche Erholung in dieser Hinsicht erfolgte ab etwa 1979/80 durch den Eintritt der noch heute tätigen Mitarbeiter Huhle und Reinhold.

 

Laut der zu befolgenden Planaufgaben lag der Schwerpunkt der Arbeit hauptsächlich in der Werterhaltung. Aber auch im Bereich des Innenausbau blieben wir tätig, etwa das Standesamtzimmer im Rathaus Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), Ausbauten im FDGB-Heim Schöneck und ebensolche im Hotel Schloß Eckberg in Dresden.

 

03.08.1998 Übernahme durch Tischlermeister Matthias Fischer

Mit dem Rückzug von Joachim Engelstädter übernimmt Matthias Fischer die Leitung des Betriebs (siehe Artikel); engelstädter® Tischlerei Matthias Fischer entsteht.

 

2001 100 Jahre Engelstädter

 

2006 Umbau des Firmensitzes

Im Zuge des Umbaus wird eine eigene Lackiererei eingebaut

Neubau der Tischlerei